Mittwoch, 20. Januar 2016

Abel Tasman Nationalpark

Wir sind seit gestern in Marahau, von wo aus man Touren in den Nationalpark machen kann. Wir haben wieder schönes Wetter und vor allem ist es viel wärmer.
Heute sind wir schon um 9 Uhr gestartet. Man steigt an Land in das Wassertaxi, das auf einem Anhänger liegt und von einem Traktor ins Wasser gezogen und so auch wieder an Land gebracht wird. Der Gezeitenunterschied beträgt hier 4 m.

                                      


Nach einem Ausflug in die Nachbarbucht zu einem gespaltenen Felsen und Robben auf einer vorgelagerten Insel sind wir in Torrent Bay ausgestiegen. Von hier aus gibt es einen Wanderweg bis zum Ende des Nationalparks. So weit sind wir nicht gegangen, das waren insgesamt über 70 km, aber 13 km haben wir auch gleich zurückgelegt. Wir sind über die Bark Bay zur Bucht Onetahuti gewandert - durch dichten Regenwald, einigen Metern Höhenunterschied und ab und zu Ausblick auf schöne Buchten.






Unsere Information war, dass es in der Bark Bay auch etwas zu trinken gibt. Also haben wir uns auf ein kühles Getränk gefreut - aber so war es nicht. Im Nationalpark gibt es keine Versorgung. Was man zu trinken bekommen hat war Wasser, und die Bark Bay Hut war eine Kochmöglichkeit. Andere Länder, andere Sitten.

Für uns war der schönste Strand Onetahuti, der letzte, zu dem wir gegangen sind.



Sonntag, 17. Januar 2016

Von Westport nach Kaikoura

1 Tag in Westport haben wir dazu genutzt, den Lighthouse Walk zur Robbenkolonie zu machen - eine 3/4 Stunde Wanderung zum Cape Foulwind. Von einer Plattform aus kann man die Robben beobachten. Leider waren sie ganz faul und sind nur auf den Felsen herum gelegen.


Ein kleines Stück weiter sind wir zur Surfbucht Tauranga Bay gekommen , wo unser Luci damals auch gesurft ist :)

Das zeigt, wir weit wir doch von zu Hause weg sind. Dabei kommen wir immer näher :)

Gestern haben wir die Westküste verlassen und sind nach Kaikoura an der Ostküste gefahren. Obwohl der Wetterbericht nicht besonders gut war haben wir trotzdem gehofft, dass es ein bisschen schöner und wärmer wird. War leider nicht der Fall. Wir haben uns noch "whale watching" für heute organisiert - ich wollte das unbedingt machen.
Nach einem total verregneten Morgen war es doch möglich, die Bootstour zu machen. Zuerst haben wir Information und eine Sicherheitseinschulung bekommen, auf einer Anzeigetafel wurde extra auf "rough sea" hingewiesen, und dass es im Shop Tabletten gegen "seasickness" gibt. Es war dann auch eine unruhige Fahrt, Wellen 1 - 2 m hoch. Der Captain hat immer wieder angehalten und versucht, mit einem Gerät Laute eines Wales zu lokalisieren. Inzwischen haben wir viele Albatrosse gesehen. Erst nach ca. 1,5 Stunden war dann wirklich ein Wal zum Atmen an der Oberfläche. Hier in Kaikoura leben das ganze Jahr über "sperm whales", die 16 - 18 m lang werden. 'Unser" Wal heißt Tiaki und wir haben ihn ca. 10 Minuten beobachten können, bevor er wieder abgetaucht ist und seine Schwanzflosse gezeigt hat.
Whale watchen :)




Auf der Rückfahrt haben wir noch eine Menge "dusky dolpnins" beobachten können, die um das Boot und unten durch geschwommen sind.

Das Wetter war dann gar nicht so schlecht, aber jetzt regnet es wieder stärker bei nur 15°. Morgen fahren wir weiter nach Norden zum Abel Tasman Nationalpark und den Marborough Sounds. Die nächsten Tage soll es wieder schön werden, und vor allem wärmer :)

Donnerstag, 14. Januar 2016

Die Westküste - Glacier Country

Über den Haast-Pass haben wir vor 2 Tagen die Westküste erreicht. Auf dem Weg dorthin haben wir das schöne Wetter ausgenützt und sind noch zu den Blue Pools gewandert.


Der Haast River

Hier ist es so feucht, dass Regenwald wächst - mit großen Farnbäumen und weiter im Norden auch mit Nikau-Palmen.


Die Straßen sind gut, aber alle langen Brücken über Flüsse und Bäche sind nur einspurig! Diese muss für alle möglichen Fahrzeuge reichen.


Wir sind schon von Neuseeländern gewarnt worden, dass es dort überall 'sandflies' gibt. Keine besonders tolle Aussicht, denn diese Plage ist kaum auszuhalten. Als wir bei Haast die Küste erreicht haben, sind wir beim 1. Lookout Point stehen geblieben. Und tatsächlich, bevor wir noch richtig ausgestiegen waren, haben uns die sandflies überfallen. Wir haben unseren Insektenschutz aufgetragen und sind an den Strand gegangen, um ein paar Fotos zu machen.


Danach sind wir weiter Richtung Norden gefahren. Unser Ziel waren die beiden Gletscher Fox und Franz Josef. Die Gletscher reichen bis auf ca. 200 m Seehöhe und ein paar Kilometer an die Küste. Das Wetter war vorgestern nicht so schlecht - nur ab und zu leichtes Nieseln, darum sind wir noch am Nachmittag zum Fox-Gletscher gewandert - ca. 1 Stunde hin und retour. Es ist beeindruckend, wenn man direkt vor der Gletscherzunge steht.


Leider haben wir den Mt Tasman nicht gesehen, der war in Wolken gehüllt.
Gestern sind wir bei Sonnenschein und ein paar Wolken zum Lake Matheson, der ganz in der Nähe des Campingplatzes liegt, aufgebrochen. In diesem See spiegeln sich die Gletscher, natürlich nur wenn die Oberfläche ganz glatt ist und die Gipfel frei. Das war leider nicht der Fall.

Aber beim Zurückfahren zur Hauptstraße hat ein Wolkenfenster den Gipfel des Mt Tasman doch noch freigegeben.

Keine 30 km weiter nördlich kann man zum Franz-Josef-Gletscher gehen. Inzwischen hat schon die Sonne gescheint, wir haben bald den Gletscher und die Gletscherzunge gesehen. Das war wirklich eindrucksvoll. Dieser Gletscher ist noch größer als der Fox-Gletscher.



Toll, dass das Wetter so gut mitgespielt hat. Wir haben auf einem Campground am Mahinapuasee weiter im Norden Station gemacht - angenehme Temperatur, Sonne bis um 10 Uhr abends und keine sandflies! Dafür waren die Gelsen lästig. Wie sehr sie uns geplagt haben, war erst heute in der Früh klar. Ohne Strom können wir den Gelsenkirchen nicht verwenden, und 12 V Steckdosen kennt man hier nicht. Hätt ich gewusst, mit wie vielen Gelsen wir den Bus teilen - ich hätte sicher kaum geschlafen und nur Gelsen gejagt. So hab ich zwar einige Stiche, aber eine ruhige Nacht gehabt. In der Früh und im Laufe des Tages haben wir dann sicher 15 der lästigen Viecher erlegt!! Und es tauchen immer wieder welche auf. :(((


Heute ist das Wetter - wie vorhergesagt - schlecht. Es regnet immer wieder und ist kühler.
Auf dem Weg nach Westport haben wir in Punakaiki Stopp gemacht und sind zu den Pancake Rocks spaziert.




Heute übernachten wir in Westport - am Campingplatz mit Strom, damit der Gelsenstecker den letzten Plagegeistern den Garaus machen kann :)
Was wir morgen machen werden, richtet sich nach dem Wetter. Leider sind die Aussichten für die nächsten Tage für den nördlichen Teil der Südinsel nicht schön.

Montag, 11. Januar 2016

Über Arrowtown zum Lake Wanaka

Unser 1. Ziel war heute die alte Goldgräberstadt Arrowtown, das nur ein paar Kilometer außerhalb von Queenstown liegt. Sie wird schön beschrieben, mit restaurierten alten Häusern wie zur Zeit der Goldgräber. Wir waren enttäuscht, denn außer den Häuserfassaden gibt es nichts Interessantes - überall nur Souvenierläden.

Nach einem Spaziergang durch die Hauptstraße sind wir gleich weiter nach Wanaka gefahren. Die Straße über die Crown Range hat zuerst über viele Serpentinen bis ins Cardrona Valley geführt. Von hier aus haben wir noch ein Foto mit Ausblick auf Queenstown machen können.

Im Tal gibt es noch das Cardrona Hotel, das schon in der Goldgräberzeit gebaut wurde. Das ist einen Stopp wert - es ist toll hergerichtet, sehr gemütlich und hat einen schönen Garten.


In Wanaka angekommen haben wir eine Wanderung zum Weingut Rippon Vineyard gemacht - ca. eine 3/4 Stunde entlang dem See und dann noch auf einen Hügel. Das ist eines der am weitesten im Süden gelegenen Weinanbaugebiet der Erde. Hier wird schon seit 1912 Wein angebaut, seit einigen Jahren biologisch. Wie wir erklärt bekommen haben, wird alles per Hand gemacht und nichts dem Wein zugesetzt. Natürlich haben wir die verschiedenen Weißweine und den Pinot Noir gekostet, alle haben ausgezeichnet geschmeckt. Einen Weißwein (einen Ostiner) haben wir uns auch mitgenommen - für einen besonders schönen Tag.


Zum Abschluss haben wir uns mit einer ebenfalls sehr gute Pizza - ganz italienisch - 'belohnt'.
Morgen wollen wir weiter an die Westküste fahren. Laut Wetterbericht soll es auch Regen geben. Wir werden sehen, es muss ja nicht stimmen.
Lake Wanaka

Sonntag, 10. Januar 2016

Queenstown

Nach der stürmischen Nacht sind wir gestern eine längere Etappe nach Queenstown gefahren. Hier ist wieder viel los, man kann hier auch sehr viel machen: wandern, mountainbiken, viele Abenteuersportarten machen und natürlich bungy jumpen. Trotzdem ist die Stadt sehr nett. Wir haben am Campingplatz, der dem Zentrum am nächsten ist, sofort einen Platz bekommen - die Zeit mit den meisten Touristen und Weihnachtsurlaubern dürfte also schon vorbei sein.
Die Fahrt hierher war sehr stürmisch - immer wieder Regen und sehr starker Wind. Pezi war die meiste Zeit damit beschäftigt, gegenzulenken. Wir haben bald, nachdem wir losgefahren sind, den südlichsten Punkt unserer Reise passiert - die Abzweigung Richtung Queenstown gleich nach Milton.

Auch als Beifahrer wird einem nicht fad, denn man kann immer noch versuchen, die Schafe zu zählen. Es gibt wirklich unglaublich viele hier.



Eindrücke auf der Fahrt

Kurz vor Queenstown sind wir bei der Brücke über den Kawarau-Fluss stehen geblieben, vor allem um den Bungyjumpern zuzusehen.




Es  ist erstaunlich, denn obwohl wir jetzt in einer höher gelegenen, gebirgigen Gegend sind, gibt es sehr viel Weinanbau.

In der Stadt geht natürlich die Post ab - jede Menge Geschäfte, Restaurants und sehr viele Touristen. 




Zuerst sind wir in den Kiwi & Birdlifepark gegangen, gleich oberhalb des Campingplatzes. Hier kann man Kiwis sehen und bei der Fütterung beobachten. Wir haben nicht gewusst, dass diese Vögel nachtaktiv sind und es schwierig ist, sie in freier Natur zu beobachten. Hier geht man in ein dunkles Gebäude, einziges Licht kommt von roten Lampen. Das stört die Kiwis nicht, sie glauben es ist Nacht. Sie bekommen Licht, wenn es Nacht ist. Ist sehr interessant, wenn man alle diese Informationen  bekommt. Danach sind wir noch durch den Vogelpark mit den typischen Arten Neuseelands spaziert und haben uns zum Abschluss noch die Conservation Show angeschaut. Es geht um Information über die Vogelwelt Neuseelands, ihren Erhalt und die Initiative dieses Projekts. Fotos haben wir nicht machen dürfen.
Nach einem Spaziergang durch die Straßen der Stadt und Souveniers schauen ging es danach zu einem Muss-Event. Nick, unser Neffe, war ja vor ein paar Jahren schon hier und hat uns erzählt, dass es hier einen Kult-Burgerladen gibt mit den besten Burgers Neuseelands, die man gegessen haben muss. Also war unser Abendessen klar - ein Fergburger! Wir haben Glück gehabt, dass gerade kaum Leute da waren. Wir haben einen Tisch und auch gleich den Burger mit gutem Bier vom Fass gehabt. Hat wirklich sehr gut geschmeckt, wir sind heute gleich noch einmal hin und haben noch einen genossen. Danke, Nick, für den Tipp :)



Der heutige Tag war wieder strahlend schön mit weniger Wind und angenehm warm. Unser 1. Sommertag in Neuseeland :) Wir haben eine Wanderung am See von Queensland - dem Lake Wakatipu gemacht. Man geht dem See entlang nach Frankton, das an einem Seitenarm des Sees liegt.

Die Erfrischung auf halbem Weg ist gesichert!


 Dann 'mussten' wir noch ein paar Souvenirs shoppen. Jetzt, am Abend, sitzen wir noch vor den Bus im Schatten und genießen die Wärme.